Vorgeblicher US-Standard

Erläuterungen
 

DCI ist eine willkürliche Festlegung US-amerikanischer Studios

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Laut FFA impliziert „DCI-konformes Kino […], dass der DCI-Systemspezifikation [DCI-2008] entsprochen wird und die Geräte den ‚DCI Compliance Test Plan’ [DCI-CTP-2007] bestehen, um Hollywood-Produktionen im Kino präsentieren zu können.“ 
Seitens der sog. Majors wurde ein vorgeblicher technischer Digital“Standard” - hier auch mithilfe der EU – durchgedrückt, der nicht nur teuer ist und öffentliche Gelder verschlungen hat bzw. weiterhin verschlingt, sondern auch nicht die behauptete Kopiersicherheit garantiert. Tatsächlich finden offensichtlich eine Reihe Filme bereits vor dem Kinostart den Weg ins Netz. In Deutschland gibt es allerdings  – wie zu zeigen sein wird – längst eine alternative technische Abspiellösung, das a-cinema mit dem Fraunhofer Player, das u.a. in DCI-kompatiblen Servern wie etwa dem Admovie arbeitet .
Warner Bros. Germany betont in einem Schreiben die unternehmerische Freiheit bezüglich der „Marketing- und Vertriebsstrategien“ von Warner Bros., was auch für die Lieferung von Filmen an die Kinos gelte. Natürlich hat Warner Bros. die Freiheit, Kinos von der Belieferung auszuschließen. Wir haben allerdings niemals behauptet, daß es eine „Diskriminierung von Warner Bros. in Bezug auf die Lieferung von Filmen von Warner Bros. durch die Teilnahme an DCI gibt“ – wie Warner unterstellt. Selbstverständlich nehmen auch wir als Kinobetreiber und Unterzeichnende eines Schreibens vom 01. 11.2014 an den CEO von Warner USA an der Digitalierung unserer Vorführtechnik im Sinne von DCI teil. Insofern ist die Darstellung von Warner Bros. Germany falsch. Zudem arbeiten wir mit deutschen Verleihern wie Constantin und andern äußerst erfolgreich auf Basis des DCI-kompatiblen Players zusammen.
Wie aus dem Schreiben der Europäischen Kommission hervorgeht, ist die Digitalisierung europäischer Kinos im Zusammenhang mit den sechs US-Majors durchgesetzt worden.   Von daher erscheint es folgerichtig, Warner Bros. in den Zusammenhang mit den anderen Majors einzuordnen.
Wir schrieben:
„Grundlage für die A-Cinema Anwendung und den AdMovie Server ist ein vom Fraunhofer Institut entwickelter Codec und der damit sicher arbeitende DCP-Player. Bei der Dateiformatsuche (JPG 2000) und dessen Bearbeitungsmöglichkeiten war das deutsche Fraunhofer IIS, gemäß amerikanischer Vorgaben, beteiligt. Obwohl das Dateiformat JPG2000 vom Fraunhofer Institut Deutschland maßgeblich mitentwickelt wurde , grenzen ‚Majors‘ Kinos von der Belieferung aus, die den US-amerikanischen DCI-Vorgaben (DCI-Konformität)  nicht entsprechen.“
Wir verstehen in der Tat nachvollziehbar nicht, warum sich die sog. Majors, zu denen Warner Bros. gehört, nach wie vor weigern uns und auch andere DCI-kompatible Kinos mit Ihren Film-DCPs zu beliefern. Der Sales Director von Warner Bros. Germany, schreibt am 11.02.2015 tatsächlich:
„Unter anderem sollte es die umfassende Einführung einer digitalen Kinoausstattung fördern, die kompatibel ist und strenge ‚content‘-Sicherheit bietet.“
Das verwundert. Gerade die Verwendung der Kinoplaylist auf Basis des Fraunhofer-Players in der nicht nur von uns verwendten Version ist DCI-kompatibel. Dieses Programm wurde von der Cinemathèque Leipzig in Abstimmung mit dem Fraunhofer Institut entwickelt. Für dieses Programm können ein eigenes Serverzertifikat und spezifische KDM´s erstellt werden. Mit anderen Worten: Es ist möglich, einen Film gezielt für die Kinoplaylist zu verschlüsseln. Der EASYDCP Player kann die DCP dann nicht öffnen und demzufolge ist auch kein Export der Files möglich.
Die Umstellung auf ausschließlich DCI-konforme digitale Projektion verengt jedoch aufgrund der Durchsetzung US-amerikanischer Vorgaben, dessen breite Anwendungsmöglichkeit. DCI-kompatible Systeme sind allerdings (zukunfts)sichere und qualitativ hochwertige Systeme
Zusammenfassend gesagt folgt Warner Bros. Pictures in einem Schreiben des Sales Managers Germany einer ziemlich simplen Logik: Alle auf DCI-konforme Technik umgestellten Häuser sind Kinos, alle nicht-konformen Häuser alternative Spielstätten. Wie man sich die Welt eben zurechtdreht. Es klingt schon reichlich dreist zu schreiben: „Viele von den anderen Kinobetreibern, die in Ihrem Schreiben aufgelistet sind, wie etwa die Gesellschaft zur Förderung der Filmkultur (Höchstadt), Steinhaus e.V. (Bautzen) ... oder das Kommunale Kino mon ami (Weimar) sind jedoch keine konventionellen Kinos. Stattdessen zeigen sie Filme im nicht-gewerblichen Bereich etwa für bestimmte Fans oder Communities, Film-Clubs oder betreiben Open-Air Kinos.“
In den USA ist Film im Unterschied zu Europa kein (förderungswürdiges) Kulturgut, sondern eine Ware, die den größtmöglichen Profit erzielen soll. Hierbei haben weder sozialstaatliches noch anderes solidarisches Denken eine Bedeutung. Unser Vereins- bzw. Genossenschaftswesen hier in Europa ist eben vom Bürger als Souverän aus gedacht und nicht von der Allmacht einer Konzernherrschaft her. Ansonsten wäre der Sales Manager Germany nicht darüber verwundert, daß auch Kinos die Protestschreiben gegen einen Ausschluß von der Belieferung unterzeichnet haben, die inzwischen mit DCI-konformen Geräten ausgestattet sind. Wir haben übrigens nicht behauptet, daß die Lieferung von digitalen Kopien an diese Kinos ein Problem darstellen soll, wie der Sales Manager unterstellt.
Es ist folglich mehr als realistisch, daß nicht nur wir um den Fortbestand unserer Filmkultur fürchten, wenn künftig der deutsche Kinomarkt komplett von den USA aus gesteuert werden könnte.
Warner Bros. Germany schrieb u.a.:
„Der Zweck der Entwicklung von DCI-Spezifikationen war und ist eine einheitliche, qualitativ hochwertige und zuverlässige digitale Kinoumgebung, die Lieferung und Vorführkonsistenz bietet.“
Vorführkonsistenz und Zuverlässigkeit leisten auch DCI-kompatible Abspiellösungen – so gut und zuverlässig wie eben Server sind. Wer erinnert sich nicht an die Probleme bei Einführung der Technik? Auch heute noch müssen ab und an Server bei Störungen eben herunter- und wieder hochgefahren werden – technische Probleme, die wir bei 35mm in dem Umfang nicht hatten.
Die bestmögliche Abspielqualität und damit höherwertige, bezahlbare Technik streben wir immer an. Das allein bringt aber keinen Kinogast mehr auf den Sitzplatz, sondern es bedarf hauptsächlich guter Filme, die der Verleih liefern muß.
Allerdings müssen wir schon fragen: Wie zukunftssicher und gewiß ist der heutige DCI-Standard? Es gibt etliche Kinos, die auf Grund von massiven (steuerfinanzierten) Förderprogrammen jetzt einen 2K DCI-Projektor installiert haben. Was ist in 3-5 Jahren, wenn sich Technik, Standards, Filmproduktion und Wiedergabesystem weiter entwickelt haben (Stichworte: 8k – mit denen bereits jetzt gedreht wird – 11.2 Sound), die „Altgeräte“ sich aber noch nicht amortisiert haben und/oder Förderprogramme ausgelaufen sind? Lassen Sie diese Kino dann auch „in die Röhre schauen“? Unser System hingegen ist ausreichend sicher und vor allem flexibel, um kostengünstig und vor allem Ressourcenschonend erweitert zu werden. Es kann auch in Zukunft eine hohe, mit der rasanten Entwicklung im IT-Bereich, vielleicht sogar eine höhere Projektionsqualität als der DCI-Standard zu gewährleisten.
Die DCPs, die der DCI-Standard fordert, sind eine Untermenge der Formate, die A-Cinema zeigen kann. Da sich die Kinolandschaft im Umbruch befindet und nach unserer Meinung ein System fähig sein sollte, flexibel auf verschiedene Formate und Anforderungen (Regisseur ist z.B. über Skype anwesend, Vorträge etc.) zu reagieren, fällt für diese Varianten DCI aus. Das von uns verwendete A-Cinema ist jetzt schon zu weit mehr fähig und kann seinen Vorsprung in dieser Hinsicht auch noch ausbauen.
Schließlich
führen auch DCI-kompatible Kinos Filme vollwertig vor.
sind DCI-kompatible Systeme (zukunfts)sichere und qualitativ hochwertige Systeme.
beliefern namhafte deutsche Verleiher DCI-kompatible Systeme ohne Probleme. Es gibt übrigens deutsche Verleiher, die im Vertrauen auf einen vertragsgerechten Umgang mit den DCPs selbige sogar ohne Verschlüsselung liefern. 
ist das DCI-kompatible System des A-Cinema mittlerweile in Deutschland ein Standard.
Wir hatten bislang leider vergeblich die US-Majors aufgefordert, endlich zum traditionell vertrauensvollen Geschäftsverhältnis zurückzukehren. Verbunden damit appelierten wir folglich an die US-Majors, daß sie endlich einfach ihre fruchtlose Blockadehaltung aufgeben.
Sachlich gesehen gibt es keinen Hinderungsgrund, daß die sog. Majors wie etwa Warner Bros. endlich ihre DCPs für alle DCI-kompatiblen Server wie ROPA etc. freigibt. Mehr noch: Ein Kino zum Beispiel mit einem Admovie-Server erhielt 2013 ohne Probleme Filme wie Hangover3 von Warner als DCP mit dem entsprechenden Schlüssel. Herr Modenbach scheint Erinnerungslücken zu haben, wenn er leugnet, daß Warner die DCPs geliefert hat. Wie gesagt: Die Lieferung kann belegt werden.
Grundlage für die A-Cinema Anwendung und den AdMovie Server ist ein vom Fraunhofer Institut entwickelter Codec und der damit sicher arbeitende DCP-Player. Bei der Dateiformatsuche (JPG 2000) und dessen Bearbeitungsmöglichkeiten war das deutsche Fraunhofer IIS, gemäß amerikanischer Vorgaben, beteiligt. Obwohl das Dateiformat JPG2000 vom Fraunhofer Institut Deutschland maßgeblich mitentwickelt wurde , grenzen „Majors“ Kinos von der Belieferung aus, die den US-amerikanischen DCI-Vorgaben (DCI-Konformität) nicht entsprechen.
Die Umstellung auf ausschließlich DCI-konforme digitale Projektion verengt, aufgrund der Durchsetzung US-amerikanischer Vorgaben, dessen breite Anwendungsmöglichkeit.
Die mit dem A-Cinema entwickelte Playlist nutzt die Schnittstelle des „easyDCPPlayers+“ um eine DCP abzuspielen. Im Unterschied zum „easyDCPPlayer+“ bietet sie aber keine Möglichkeit, eine DCP in ein anderes Format umzuwandeln. Die Playlist erhält ein eigenes Serverzertifikat, worauf der jeweilige KDM-Schlüssel erstellt wird. Es ist demzufolge nicht möglich einen Film, der auf die Playlist verschlüsselt wurde, mit dem „easyDCPPlayer+“ abzuspielen und/oder zu exportieren. Der im AdMovie verwendete Player ermöglicht dem Kinobetrieb ausschließlich die Filmnutzung nach den Vorstellungen der DCI-Group. Jegliche Umwandlung oder das Ausspielen auf andere Medien ist unmöglich. Selbst baugleiche Server bedürfen einen eigenen KDM um die Filmdaten für den erlaubten Kinobetrieb zu öffnen.
Die Kinoplaylist wurde dem Fraunhofer-Institut vorgestellt und erhielt die Freigabe in Zusammenhang mit dem easyDCPPlayer+ eingesetzt zu werden. Das Fraunhofer-Institut kann zudem eine Version des easyDCPPlayers+ mit dem Zusatz NE (No Export) liefern.
Zusammen mit dem Fraunhofer easyDCPPlayer kann damit die Digitalisierung zu einem wirtschaftlichen Preis auch für den Erhalt mittlerer und kleiner Kinos sorgen. Sicherheit gibt es nur durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, wie sie schon immer notwendiger (Vertrags)Bestandteil der gemeinsamen Geschäftsgrundlage war. Nun jedoch werden wir Kinobetreiber von besagten Studios gewissermaßen unter Generalverdacht gestellt.
Müssen wir es in diesem Zusammenhang nicht so sehen, dass eine Förderung der Digitalisierung privater Unternehmen aus öffentlichen Geldern, die in erster Linie US-amerikanischen Konzerninteressen dient, eigentlich eine sachfremde Verwendung öffentlicher Gelder darstellt?
Mit Einführung der Digitalisierung wurde die Bewahrung und Präsentation des filmhistorischen Erbes gerade in kommunalen Kinos versprochen sowie der „Bewahrung des öffentlichen Kinoerlebnisses im ländlichen Raum“ das Wort geredet. Aber gerade im ländlichen Raum mussten die Kinos schließen, die sich eine teure DCI-konforme Anlage entweder nicht leisten konnten oder wollten. Das A-Cinema und der AdMovie Server sind hierzu eine bedeutsame Alternative. Die Verleihmodalitäten regeln wir derzeit mit einzelnen deutschen Verleihern problemlos auch per Vertrag. Das Kinosterben gerade in der Fläche ist erschreckend. 
•Wir verlangen also, dass alternative Abspielmöglichkeiten wie etwa A-Cinema und AdMovie Server auf Basis des Fraunhofer-Players gleichberechtigt neben den DCI-konformen Geräten beliefert werden.
•Wir verlangen zudem, dass kein Kino zum „Einsatz standardisierter EDV‐Kinokassensysteme“ (Digitales Ticketting) gezwungen wird bzw. an deren Einführung die Belieferung oder Nichtbelieferung mit DCPs geknüpft wird.

Ein Blick – nicht nur- in die Verleihzukunft:
Paramount-Filme sollen schneller ins Heimkino kommen
Das Hollywood-Studio hat Verträge mit zwei Kinoketten geschlossen, die die bisherige Verwertungskette aufbricht. Bislang waren Filme frühestens 90 Tage nach dem Kinostart offiziell in einer Heimvideo-Fassung verfügbar.
Bislang ist es in den USA und Kanada üblich, dass ein Film frühestens 90 Tage nach seinem Kinostart anderweitig veröffentlicht wird. Mit dieser Praxis will das Hollywood-Studio Paramount Pictures nach einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) nun brechen und Filme viel früher offiziell fürs Heimkino verfügbar machen – wohl auch um so auf illegale Kopien zu reagieren, die häufig bereits wenige Tage nach dem Kinostart im Netz kursieren. Die Rede ist davon, dass die Heimvideo-Fassung zwei Wochen nach dem Zeitpunkt angeboten werden sollen, in dem der betreffende Film "in den meisten Kinos" nicht mehr gezeigt werde.
Gegen eine Veränderung der Verwertungskette hatten bislang vor allem die US-Kinobetreiber ausgesprochen, die die 90-Tage-Sperre als geeignetes Mittel ansahen, ihre Einkünfte zu sichern. Ihr Argument war dabei stets, dass weniger Leute ins Kino gehen, wenn sie wüssten, dass die Filme früher auf Video erscheinen. Tatsächlich zeigte eine von Paramount in Auftrag gegebene Studie jedoch, dass 72 Prozent der Kinobesucher sich der 90-Tage-Frist bewusst sind.
Dennoch lockt man die Kinobetreiber: So umfassen die zwischen Paramount und zwei der größten nordamerikanischen Ketten – AMC Entertainment Holdings und Canada’s Cineplex – geschlossenen Verträge über kürzere Auswertungen einen Passus, der die Kinobetreiber im Gegenzug an den Einnahmen aus dem Heimkino-Geschäft (inklusive Video on Demand) beteiligt.
So groß die Ankündigung zunächst auch scheinen mag, ist sie aktuell wohl noch ein Experiment: Nicht nur, dass die Formulierung "in den meisten Kinos" recht schwammig ist. Der Vertrag schließt aktuell zudem laut WSJ nur zwei kleinere Filme ein, keine Blockbuster. Interessant ist jedoch, dass diese Streifen nur in Filmtheatern den genannten Ketten überhaupt zu sehen sein sollen, falls keine weiteren Kinobetreiber auf das Angebot von Paramount eingehen. (nij)
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Paramount-Filme-sollen-schneller-ins-Heimkino-kommen-2747453.html
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„‚Die US-amerikanische Filmindustrie, insbesondere hollywoodscher Prägung, ist mit 50 % wichtigster Lieferant für das europäische Fernsehen und mit 60 % für das Kino. Auch weltweit stammen die meisten TV-Filme von einem Hollywoodproduzenten.’ 1992 stammten 83 % der Kinoeinnahmen in Deutschland aus US-amerikanischen Filmen. In Zeiten von Multimedia bleiben die Bilder und Botschaften des Unterhaltungskinos nicht auf der Leinwand. Die Kinopremiere wird von Video, DVD und TV-Ausstrahlung flankiert. Action wird in Computerspiele umgesetzt. Die Musik-CD und das Buch zum Film sind obligat.“
Große Konzerne der Unterhaltungsindustrie haben heutzutage die Finanzkraft und den politischen Flankenschutz, den gesamten Kulturbetrieb zunehmend nur noch im Sinne materieller Verwertbarkeit zu durchdringen, auf daß nicht mehr lokale Vielfalt, sondern Marktmacht entscheidet: Zunehmende Anpassung und Gleichschaltung des Kulturbetriebes statt lokaler Unternehmensinitiative, zunehmende finanzielle Abhängigkeit kleinerer Theater, Kinos, Tanzwerkstätten, sozialer Einrichtungen etc. vom Gutdünken - oder könnte man besser sagen der Willkür - politischer Entscheidungsträger und Steuerung der vor allem jungen Konsumenten durch spaßverheißende Werbestrategien. Finanzmächtige Anbieter im Kulturbetrieb bekommen offensichtlich Vorzugskonditionen wie etwa zentrale Plätze einer Stadt, um ihre „Events“ mit Hilfe zugemieteter Dienstleistungen oder gigantischer Technikparks der ganz Großen der Branche „durchziehen“ zu können. Nach erfolgreichem finanziellem „Abräumen“ zieht die Karawane weiter. Langfristig führt das zur Ausschaltung lokaler Unternehmen und bedeutet einen Frontalangriff auf gewachsene Strukturen der Region. Statt kultureller Vielfalt im Kleinen bleibt dann oft nur öde Einfalt.